Wertschätzung für 79 Feuerwehrleute für jahrzehntelangen Dienst

Zahlreiche Ehrengäste aus der Landes- und Kommunalpolitik haben beim Feuerwehr-Ehrenabend am Freitag, 28. März, 79 Feuerwehrleuten ihre große Wertschätzung entgegengebracht. Begleitet von ihren Ortsoberhäuptern sowie Vertretern der Feuerwehrführungen, bekamen die Aktiven staatliche Feuerwehrehrenzeichen für 25-, beziehungsweise 40- und 50-jährige Dienstzeit.

In der voll besetzten Eisenbacher Sport- und Kulturhalle eröffneten zunächst die „Acht Franken Eisenbach“ – allerdings an diesem Abend mit elf Köpfen besetzt – den Abend. Die Blasmusikfreunde waren dankenswerterweise kurzfristig eingesprungen, da das sonst spielende Kommunalgebläse aufgrund mehrerer Krankheitsfälle nicht spielfähig war. Die Kapelle unter Leitung von Thomas Mann wurde für ihre musikalische Qualität auch mehrfach mit lautem Applaus belohnt.

Nach der Begrüßung durch Kreisbrandrat Martin Spilger, der alle an der Organisation des Abends Beteiligten heraushob, lobte Obernburgs Bürgermeister Dietmar Fieger die unverzichtbaren ehrenamtlichen Leistungen der Feuerwehrleute. Die Aktiven würden dringend gebraucht, stellte er fest, sie stünden für Sicherheit des Gemeinwesens. Im Namen aller Bürgermeister dankte er für den langen, unermüdlichen Dienst für die Allgemeinheit. Er selber habe bei einem Kellerbrand im eigenen Haus erfahren, wie effektiv die Wehr ihre Aufgaben erfülle, sagte Fieger: Vom Melden des Brands bis zum Eintreffen der Wehr seien gerade einmal neun Minuten vergangen, zeigte er seinen Respekt für die Leistungsfähigkeit der Wehr, die besagten Brand schnell im Griff gehabt habe. Die Gemeinden seien bestrebt, ihre Wehren technisch so auszurüsten, dass sie ihre Aufgaben gut erfüllten könnten, versicherte der Bürgermeister.

Aufstellung aller Feuerwehrleute mit 25 Dienstjahren
Die für 25 Jahre aktive Dienstzeit geehrten Feuerwehrleute stellten sich zum Gruppenbild mit Kreisbrandinspektor Hauke Muders (links vorne), stellvertretendem Landrat Bernd Schötterl (vorne, Dritter von links), Kreisbrandrat Martin Spilger (vorne, Vierter von links) sowie den Kreisbrandinspektoren Albert Klug (vorne rechts) und Patrick Walter (dahinter). Foto: Winfried Zang

Für stellvertretenden Landrat Bernd Schötterl war es eine sichtliche Freude, die herausragenden Leistungen der Feuerwehr-Kameradinnen und Kameraden zu würdigen und ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz persönlich zu danken. Es freue ihn auch sehr, dass viele der zu Ehrenden mit ihren Partnerinnen und Partnern gekommen seien, denn ein Ehrenamt wie das in der Feuerwehr sei eine Aufgabe für die gesamte Familie. Die Angehörigen bildeten das Rückgrat der Aktiven, sagte er, ohne ihre Unterstützung wäre es nicht möglich, so engagiert für die Feuerwehr da zu sein.

Als „besondere Form der Anerkennung“ bezeichnete Schötterl die vor einigen Jahren vom Kreistag eingeführte Bayerische Ehrenamtskarte, mit der Feuerwehrleute attraktive Vergünstigungen bei über 100 Akzeptanzpartnern im Landkreis, aber vielfach auch in ganz Bayern, eingeräumt bekommen. Für diese Karte sei im Landratsamt Agata Augustin zuständig, die auch in Eisenbach präsent war. Die Feuerwehrleute, die eine Dienstzeitauszeichnung nach dem Feuerwehr- und Hilfsorganisationen-Ehrenzeichen-Gesetz erhalten, bekämen die unbefristet gültige goldene Bayerische Ehrenamtskarte, informierte der stellvertretende Landrat.

Aufstellung aller Feuerwehrleute mit 40-50 Dienstjahren
Eine große Anzahl Feuerwehrleute ist beim Ehrenabend in Eisenbach für 40-und 50-jährige Dienstzeit ausgezeichnet worden. Das Bild zeigt sie mit Kreisbrandinspektor Hauke Muders (links vorne), stellvertretendem Landrat Bernd Schötterl (vorne, Vierter von links) sowie Kreisbrandinspektor Patrick Walter (vorne, rechts), Kreisbrandrat Martin Spilger (zweite Reihe, rechts) und Kreisbrandinspektor Albert Klug (zweite Reihe, Dritter von rechts). Foto: Winfried Zang

Die Aktiven der Wehren seien rund um die Uhr im Einsatz, um Leben zu retten, Gefahren abzuwenden und Eigentum zu schützen, stellte Schötterl heraus. „Ihr Engagement für die Sicherheit ist von unschätzbarem Wert“, sagte er zu den Wehrleuten, besonders in Zeiten von Extremwetterereignissen wie Stürmen, Waldbränden und Überschwemmungen. Diese Ereignisse beträfen auch die Gemeinden, stellte er fest. Daher brauche es nicht nur Mut und Entschlossenheit, sondern auch eine starke Gemeinschaft hinter den Einsatzkräften. Dieses Engagement müsse man anerkennen und unterstützen, „denn die Feuerwehren
sind die tragende Säule des Katastrophenschutzes.“ Darüber hinaus sei das Feuerwehrehrenamt auch „eine Quelle der Gemeinschaft und des Stolzes auf die gemeinsame Leistung.“ Das Ehrenamt vermittele wichtige Werte wie Freundschaft, Solidarität und Teamgeist, Sinnstiftung und Verantwortung – Werte, die die Gesellschaft zusammenhalten können.

Die Feuerwehr Eisenbach bezeichnete Schötterl als „engagierte, gut ausgebildete Truppe.“ Sie sei ein verlässlicher Partner der Obernburger Wehr und unterstütze in wichtigen überörtlichen Themen wie beispielsweise der Ölwehr und in der Unterstützungsgruppe der Örtlichen Einsatzleitung. Ebenso beteilige sie sich an den Planungen der Hilfeleistungskontingente im Landkreis Miltenberg.

Im Anschluss an Schöttlers Grußwort führten in bewährter Weise die Kreisbrandinspektoren Hauke Muders und Albert Klug durch die 79 Ehrungen.

Stellvertretender Landrat Bernd Schötterl dankte am Ende allen, die an der Organisation des Ehrenabends beteiligt waren, für ihren Einsatz. Der Abend sei „bombastisch organisiert“ worden, lobte Schötterl und wurde in dieser Meinung nicht nur von Kreisbrandrat Martin Spilger bestätigt, sondern auch durch langen Applaus der Gäste. Durch den flotten Verlauf der Ehrungen hatten alle Gäste noch viel Zeit, um sich gemeinsam bei Speisen und Getränken auszutauschen.

Der nächste Ehrenabend ist für Freitag, 10. Oktober, in Stadtprozelten geplant.

Diese Feuerwehrleute wurden geehrt:

50 Jahre: Thomas Schwab und Edwin Geis (beide Altenbuch), Walter Rode (Hausen), Wolfgang Böhle und Manfred Büchler (beide Kirchzell-Preunschen), Harald Hohm (Miltenberg), Erich Jakob und Urban Weis (beide Obernburg-Eisenbach) und Robert Schmitt (Obernburg)

40 Jahre: Wolfgang Henn (Amorbach), Matthias Hofer (Amorbach-Beuchen), Klaus Weimer (Collenberg-Kirschfurt), Armin Gehrig (Eichenbühl-Windischbuchen), Albert Klug und Gerhard Strichirsch (beide Elsenfeld), Peter Kümpel (Erlenbach-Streit), Frank Diedrich und Ulrich May (beide Eschau), Hans-Jürgen Beck und Falko Pfenning (beide Eschau-Wildensee), Ralf Kissel und Matthias Schönborn (beide Großheubach), Frank Schäfer und Volker Wörner (beide Kirchzell), Roland Pfefferkorn (Kirchzell-Ottorfszell), Holger Albrecht, Jürgen Amrhein, Jürgen Elbert, Stefan Hummel und Andreas Oberle (alle Klingenberg-Trennfurt), Christoph Aulbach, Peter Bachmann und Uwe Goldhammer (alle Leidersbach-Volkersbrunn), Thomas Hench (Miltenberg), Andreas Berberich (Miltenberg-Monbrunn) Horst Zöller (Mönchberg), Achim Waldschmitt (Mönchberg-Schmachtenberg), Michael Grundmann und Ralf Korn (beide Obernburg-Eisenbach), Werner Breunig und Hubert Weber (beide Schneeberg-Zittenfelden), Andreas Frank, Matthias Kempel und Armin Kirchgäßner (alle Sulzbach-Soden) sowie Tobias Förtig (Weilbach-Weckbach).

25 Jahre: Susanne Lindemans, Anja Eckert und Inge Kemkemer (alle AmorbachBoxbrunn), Peter Fuchs (Dorfprozelten), Jörg Huber und Martin Unkelbach (beide Erlenbach-Mechenhard), Stefan Günther und Frank Herkert (beide Eschau), Dagmar Hirsch und Elisabeth Vad-Zimmermann (beide Eschau-Hobbach), Markus Kohlmann (Faulbach-Breitenbrunn), Anja Neukirchen und Markus Wippich (beide Großheubach), Isabell Rode, Sina Rohleder, Sandra Lehmann, Peter Braun, Thorsten Mai und Marco Wolf (alle Hausen), Edwin Thiel (Klingenberg-Trennfurt), Bianca Amsel (Laudenbach), Johannes Hock, Andreas Link, Manuela Rau und Thomas Seitz (alle Leidersbach-Ebersbach), Benedikt Schüßler (Leidersbach), Alexander Stein (Leidersbach-Volkersbrunn), Patrick Kervick (Miltenberg-Mainbullau), Sebastian Fichtinger (Mönchberg), Michael Stürmer (Obernburg-Eisenbach), Andreas Farrenkopf, Stefan Haas und Christian Kaufmann (alle Schneeberg-Hambrunn), Marcel Rajcsanyi (Schneeberg) sowie Harry Braun (Schneeberg-Zittenfelden).

 

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