Viel Andrang beim feministischen Leseabend

Menschen die bei einer Lesung zuhören
Auf großes Interesse stieß der feministische Leseabend in Aschaffenburg. Foto: Karen Wrigley-Simon

Über 80 interessierte Gäste sind am Donnerstag, 20. März, zum feministischen Leseabend in das Mehrgenerationenhaus MIZ (Mitten im Zentrum) Aschaffenburg gekommen. Die Abendveranstaltung, die im Rahmen des „Feministischen März“ stattfand, war von den Gleichstellungsbeauftragten Caroline Ruck (Landkreis Aschaffenburg), Alice Juraschek (Stadt Aschaffenburg) und Karen Wrigley-Simon (Landkreis Miltenberg) organisiert worden.

Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr – damals organisiert vom Frauenhearing – so gut angenommen wurde, wurde diese in diesem Jahr erneut angeboten. Drei Frauen lasen in gemütlicher Atmosphäre aus feministischer Literatur vor, ehe das Publikum danach über die darin vorkommenden Themen diskutieren konnte.

Oberstufenschülerin Paula Römpp machte den Auftakt mit dem Jugendroman „Rules for being a Girl“ von Candace Bushnell. Durch eine übergriffige Erfahrung merkt die Protagonistin nach und nach, wie unfair und sexistisch sie als Mädchen behandelt wird, und beginnt alles, was sie bisher geglaubt hat, immer mehr zu hinterfragen. Römpp las einige Stellen aus dem Buch vor, in denen dieser Prozess verdeutlicht wurde.

Die Journalismus-Studentin Paulina Bsonek las aus „Unversehrt“ von Eva Biringer. In dem Buch geht es um den Umgang des Gesundheitssystems in der Diagnostizierung und Behandlung von Frauen im Vergleich zu Männern. Symptome von Frauen, besonders bei Schmerzen, werden oft deutlich später ernst genommen und adäquater behandelt als bei Männern. Mit viel zusätzlichem Wissen aus dem eigenen Erfahrungsschatz bereicherte Bsonek die anschließende Diskussion.

Einige Gäste konnten die geschilderten Probleme nachvollziehen und legten eigene problematische Erfahrungsberichte vor.

Moni Münch, Online-Redakteurin beim Main-Echo, las aus dem Buch von Gloria Steinem „My Life on the Road“, der Autobiografie der ikonischen Frauenrechtskämpferin aus den USA. Viele Jahre war sie unterwegs als feministische Kämpferin, um im ganzen Land die unterschiedlichsten Bewegungen zu unterstützen. Münch zog viel Inspiration aus dem Buch: „Das Buch hat mich einfach nicht mehr losgelassen“.

Der feministische Leseabend war ein voller Erfolg und zeigte das breite öffentliche Interesse an solchen Themen und Formaten. Die drei Gleichstellungsbeauftragten haben daher eine weitere Veranstaltung mit feministischer Literatur geplant: „Spiegel“-Bestseller-Autorin und „Brigitte“-Co-Redaktionsleiterin Alexandra Zykunov wird am Dienstag, 29. April, um 18 Uhr im Bibliothekszentrum Hösbach aus ihrem Buch „Was wollt ihr denn noch alles?!“ vorlesen. Darin hat sie die Zahlen, Fakten und Absurditäten rund um das Thema Geschlechtergerechtigkeit akribisch herausgearbeitet und räumt mit vielen Mythen über unsere „ach so tolle Gleichberechtigung“ auf.

Für die bessere Planbarkeit wird um Anmeldung per E-Mail (gleichstellungsstelle@Lra-ab.bayern.de) gebeten.

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